Themen 2010 / 2011

Faire Arbeit – soziale Sicherheit auch im Alter

 

Zu der Tagesveranstaltung der Senioren aus der DGB Region Ostwestfalen-Lippe kontte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in NRW Andreas Meyer-Lauber gewonnen werden.

 

Die Veranstaltung findet statt am Montag, den 11.04.2011 ab 14:00 Uhr im „Haus der Kirche“ Markgrafenstr. 7, 33602 Bielefeld.

 

Die Senioren des DGB und seiner Einzelgewerkschaften - IG BAU, IG BCE, EVG, GEW, IG Metall, NGG, GdP, ver.di – laden alle Kolleginnen und Kollegen über 60 Jahre zu dieser zentralen Veranstaltung für Ostwestfalen-Lippe ein.

 

Der DGB-Landesvorsitzende Andreas Meyer-Lauber gibt einen Überblick über die aktuellen politischen Auseinandersetzungen zur Leiharbeit, zu Strategien der Gewerkschaften gegen das Lohndumping und zur Zukunft NRWs als modernes Industrieland. Nicht zuletzt werden die Vorschläge des DGB zur sozialen Sicherheit im Alter angesprochen.

 

Interessierte Seniorinnen und Senioren können sich noch Freitag, 08.04.11

beim DGB in Paderborn unter Telefon 05251-2903711

                                              Fax: 05251-2903710

                                               E-Mail: Paderborn@dgb.de anmelden. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Jahrestreffen ehrenamtlicher Richterinnen und Richter
des Arbeitsgerichts Minden

Auf Einladung des Direktors des Arbeitsgerichts Minden, Wolfgang Weizenegger, fand am 16. März die Jahrestagung der ehrenamtlichen Richterinnen und Richter statt.

Dieses Jahr in den Räumen der Firma Harting in Espelkamp.

Diese Treffen dienen nach Aussage des gastgebenden Arbeitsgerichtsdirektors u. a. dazu, sich abseits von Verhandlungstagen auch mal persönlich zu treffen, sich auszutauschen und dabei auch interessante Betrieb der Region kennen zu lernen.

Gleichzeitig seien diese treffen auch der Rahmen, um ehrenamtliche RichterInnen zu verabschieden bzw. neu zu begrüßen. Darüber hinaus werde auch ein Überblick über wichtige Fakten aus der Arbeit des Gerichts gegeben.

                        v. l. n. r.: Lutz Schäffer, 1. Bevollmächtigter IG Metall Minden
                                      Axel Müller, DGB Rechtsschutz Minden
                                      Astrid Bartols, Regionsvorsitzende DGB OWL

 

Heute für morgen Zeichen setzenMut machend und anspornend waren die Ausführungen von Ursula Engelen-Kefer, ehemalige DGB Vizevorsitzenden, die anlässlich des 100. Jahrestages zum Internationalen Frauentag 2011 vor über 100 BesucherInnen in Detmold sprach.

 Ursula Engelen-Kefer war nicht zufällig für diesen Tag von den Veranstalterinnen eingeladen worden. Sie gilt als streitbare Kämpferin für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Sozialabbau. Als Frau und Mutter von zwei Kindern hat sie eine erfolgreiche Karriere nicht nur propagiert sondern auch praktiziert und Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt. Lesen Sie Hier weiter

DGB-ArbeitnehmerInnen-Empfang
im Bünder Universum
ünde, Kreis Herford. Am 100. Internationalen Frauentag war der Balkon des Universum gut besetzt mit 50 Frauen und 4 Männern.  Irmgard Pehle, DGB-Kreisvorsitzende in Herford begrüßte die Anwesenden und bestärkte sie nicht nachzulassen im vielgestaltigen Kampf um die Rechte der Frauen. Stephie Karger, die Bezirksvorsitzende von ver.di Minden-Herford-Lippe, erinnerte an die Erfolge der Frauenbewegung in Deutschland, Lesen Sie Hier weiter
Betriebsräte- und Funktionärskonferenz zur Leiharbeit
&
01. 03. 2011: Betriebsräte- und Funktionärskonferenz(IG Metall Herford und Verdi) zur Leiharbeit im Schweichelner Krug.
zur Einladung
Aktionstag
ARBEIT - SICHER UND FAIR!
24.02.2011 „Alter Markt Herford“
zur Einladung

Gute Arbeit und faire Löhne im Handwerk durchsetzen

Der DGB hat die Initiative „Handwerk: gute Arbeit, fairer Lohn“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Beschäftigten im Handwerk direkt anzusprechen, sie über die Aspekte von Guter Arbeit zu informieren und klar zu machen: Gute Arbeit ist euer Recht. Zudem haben die Beschäftigten die Möglichkeit, ihren eigenen Betrieb zu bewerten.

„Gute Arbeit mit fairen und Existenz sichernden Löhnen muss im Handwerk bundesweit flächendeckend umgesetzt werden“, erklärt die Regionsvorsitzende Astrid Bartols. „Leider beobachten wir oft das Gegenteil: Immer wieder stehen Innungen, insbesondere in den fünf östlichen Bundesländern, nicht mehr zu ihrer Verantwortung als Tarifpartner und entziehen sich Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften und verhindern so faire Tariflöhne. Dieser Trend darf nicht dazu führen, das auch in OWL tarifliche Bezahlung zur Ausnahme wird. “ Auch viele Auszubildende im Handwerk seien mit ihren Ausbildungsvergütungen keineswegs zufrieden, so Astrid Bartols weiter. „In einigen Ausbildungsberufen des  Maler- und Lackiererhandwerks oder des Lebensmittelhandwerks halten laut einer Umfrage des Bundesinstituts für Berufsbildung zwischen 80 und 90 Prozent der Auszubildenden ihre Vergütungen für zu niedrig. Über ein Drittel der Auszubildenden im Handwerk nimmt demnach die Belastungen eines Nebenjobs auf sich – teilweise sogar, um ihre Grundversorgung überhaupt decken zu können.“

An dieser Stelle setzt die Initiative „Handwerk: gute Arbeit, fairer Lohn“ an. Denn fest steht: Gute Arbeit im Handwerk ist möglich. Handwerksbetriebe, die Mitglied einer tarifgebundenen Innung sind, gehen dabei in der Regel mit gutem Beispiel voran. Viele dieser Betriebe garantieren als Tarifpartner faire, Existenz sichernde Löhne, soziale Absicherung, Arbeitnehmerbeteiligung, Arbeits- und Gesundheitsschutz und ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld. „Wenn das für alle Arbeitgeber im Handwerk wieder zur Selbstverständlichkeit wird, dann haben wir einen großen Schritt getan“, erklärt Astrid Bartols abschließend.

Weitere Informationen zur Initiative gibt es online: www.gute-arbeit-fairer-lohn.de

Niedriglohn und Lohndumping imVerleihgewerbe
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Warnstreik bei den Hanning Elektrowerke

Am Donnerstag, den 27.01. fand ein Warnstreik bei den Hanning Elektrowerke Oerlinghausen statt. Die Beschäftigten kämpfen seit 6 Jahren um die Rückkehr des Arbeitgebers in die Tarifbindung. Bisher hatte keine einen Erfolg gebracht. Nun griffen die Kolleginnen und Kollegen zum gerechtfertigen Mittel des Warnstreiks. Bei einer Kundgebung vor dem Rathaus und dem anschließenden Demozug zum Werk überbrachte DGB Sekretär Stefan Marx die solidarischen Grüße der Gewerkschaften.

 Nähere Infos zu dieser Aktion auf der Internetseite der IG Metall Detmold

Neujahrskonferenz Handwerk 2011
- Wir aus OWL -
Motto: Junge Generation im Handwerk...

...lautete das Motto der diesjährigen Konferenz des Metallhandwerks der IG Metall in Ostwestfalen-Lippe. 60 Kolleginnen und Kollegen aus allen Branchen des Metallhandwerks konnte Siegfried Thüte, Handwerkssekretär für die Verwaltungsstellen Herford und Minden in Vlotho begrüßen.
Siegfried Thüte moderierte die Konferenz und erteilte nach den Grußworten von Astridt Bartols (DGB-Ostwestfalen-Lippe) und Peter Kleint (1. Bevollmächtigter der gastgebenden IG Metall-Verwaltungsstelle Herford) dem Kollegen Helmut Hennecke vom IG Metall-Vorstand das Wort.
Helmut Hennecke ist Leiter des Ressors Handwerk und Mittelstandspolitik beim Vorstand der IG Metall.
Er fand in seinem Referat deutliche Worte: "Es herrscht Nachwuchsmangel im Handwerk - nicht nur in der Republik, sondern bald auch in Ostwestfalen-Lippe. Bis zum Jahr 2020 scheiden im Metallhandwerk mehr als ein Fünftel der Belegschaften aus Altersgründen aus. Die müssen ersetzt werden und niemand weiß, wie das geschehen soll. Schon heute gibt es Regionen, in denen auf 30 freie Stellen im Handwerk gerade einmal fünf Bewerber kommen". Das Handwerk muss also attraktiver werden, vor allem für die Jugend. Nachdem durchaus gut ausgebildete Fachkräfte bisher häufig nach der Lehre "in die Industrie entlassen wurden", müssen heute Perspektiven geboten werden. In den siebziger Jahren war mit etwa 26 Jahren der Lebensweg festgelegt: Familie, Haus und Auto waren planbar. Und heute?
Gerade Jugendliche stecken in Leiharbeit, haben befristete Jobs. Nichts ist planbar. Und beim Verdienst bekommt man einen einen gehörigen Schrecken, gerade im Handwerk.

Hennecke: "Ebenfalls in den siebziger Jahren gab es im Heizung-Sanitär-Handwerk 50 Pfennig in der Stunde mehr als in der Metallindustrie. Davon kann man heute noch nicht einmal träumen". Dabei weiß das Handwerk ganz genau, was junge Leute benötigen und wollen. Laut Studie des Zentralverbands des deutschen Handwerks rangieren ganz oben: Hochwertige Arbeit, Spaß an sinnvoller Arbeit. Gute Weiterbildung, gute Aufstiegschancen. Und natürlich gute Verdienstmöglichkeiten.

Bei der Freude an sinnvoller Arbeit ist das Handwerk nicht schlecht aufgestellt, aber Weiterbildung, Aufstieg, gar Verdienstmöglichkeiten? Das Handwerk hat sich in vielen Branchen von den Flächentarifverträgen verabschiedet und betrachtet Arbeitskraft ausschließlich als Kostenfaktor. Aber nur gute Tarifverträge schaffen überhaupt erst gute Verdienstmöglichkeiten für die Beschäftigten und auch Planungssicherheit bei den Firmen. Das scheinen einzelne Handwerksfunktonäre mittlerweile einzusehen. So möchte das Elektrohandwerk mit der IG Metall über tarifliche Mindestlöhne reden

Kerstin Wille, Jugendvertreterin bei Opel-Corsmann, sagt:
"300 Euro weniger Ausbildungsvergütung als in der Industrie - so geht das einfach nicht". Ihr Rat an die Handwerksunternehmen: Den Jugendlichen zuhören,
interessante Berufe nahebringen, nach der Ausbildung übernehmen.

Denn 30-jährige mit 15 Jahren Berufserfahrung - die gibt es nicht. Das Handwerk hat durchaus gute Strukturen, die Handwerkskammern bieten viele Möglichkeiten, die Unternehmen müssen sie nur nutzen. Zusammen mit der IG Metall.

 
Lesungam Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Donnerstag, 27. Januar 2011, 18.00 Uhr
Mahnmal vor dem Bielefelder Hauptbahnhof

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Online-FormularOnline Fragebogen 2010/2011
Dr. Azubi fragt nach deiner Ausbildungszufriedenheit
 
Info Arbeitsrecht

RECHTSTICKER im Januar ..mehr
 
Arbeitsrecht

Verbesserter Kündigungsschutz in Kleinbetrieben und betriebsratslosen Betrieben?
In 80 % der Betriebe findet das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung, weil es sich um sogenannte „Kleinbetriebe“ mit nicht mehr als zehn Arbeitnehmern handelt. Aber auch in Betrieben, die zwar unter das Kündigungsschutzgesetz fallen .. mehr
 
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Entscheidung.
 "Es ist ein deutliches Signal gegen Dumping-Tarifverträge und Gefälligkeitsvereinbarungen so genannter Christlicher Gewerkschaften. Mit dem Urteil sind wir einen Schritt weiter auf dem langen Weg, Tarifdumping zu unterbinden", sagte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer am Dienstag in Berlin.

Die Politik bleibe gefordert, in der Leiharbeit klare Verhältnisse zu schaffen und endlich das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort" zu verwirklichen.

Nach Sommers Ansicht dürfen die von der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) mit dem Arbeitgeberverband AMP geschlossenen Tarifverträge "auch für die Vergangenheit nicht zur Anwendung kommen". Die betroffenen Beschäftigten könnten die Differenz zu dem höheren Lohn der Stammbelegschaft beim Verleiher geltend machen und falls erforderlich einklagen. Dafür gebe es für Gewerkschaftsmitglieder auch kostenlose Rechtsberatung.

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14.000 in Dortmund Massen-Protest gegen Sparpaket

Aktionstag des DGB am 13. November 2010 in Dortmund (Westfalenhalle) mehr Bilder

   
 

Bundesarbeitsgericht: CGZP nicht tariffähig, Tarifverträge zur Leiharbeit unwirksam

Das Bundesarbeitsgericht hat am 14.12.2010 entschieden, dass die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) nicht tariffähig ist. Damit sind die von der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge, mit denen der im AÜG vorgesehene Grundsatz der Gleichbehandlung mit den Beschäftigten des Einsatzbetriebes deutlich verschlechtert wird, unwirksam.

Dies hat zur Konsequenz, dass die Leiharbeitnehmerinnen und- arbeitnehmer, die unter diese "Tarifverträge" fallen, Entgeltansprüche auf die Differenz haben können und auch die Sozialversicherungsabgaben nachzuentrichten sind. Im Einzelnen:

1.  Gemäß § 2 Tarifvertragsgesetz können Tarifverträge auf Seiten der Beschäftigten nur von tariffähigen Gewerkschaften oder einem Zusammenschluss von Gewerkschaften (Spitzenorganisationen) abgeschlossen werden. Schließt eine Spitzenorganisation wie die CGZP Tarifverträge ab, müssen die sich in ihr zusammenschließenden Gewerkschaften, so das Bundesarbeitsgericht, ihrerseits alle tariffähig sein und ihre Tariffähigkeit der Spitzenorganisation vollständig übertragen. Zudem darf der Organisationsbereich einer Spitzenorganisation nicht über den ihrer Mitgliedsgewerkschaften hinausgehen. Jedenfalls die beiden letztgenannten Voraussetzungen erfüllt die CGZP nicht. Bereits deshalb ist sie nicht tariffähig. Die Tariffähigkeit der einzelnen Mitgliedsgewerkschaften musste das Bundesarbeitsgericht deshalb nicht mehr prüfen.

2.       Die IG Metall begrüßt die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts. Sie ist ein weiterer wichtiger Baustein in unserer Strategie für eine Begrenzung und Gleichbehandlung der Leiharbeit mit Normalarbeitsverhältnissen, gegen ihren Missbrauch und Lohndumping.

3.       Mit diesem Beschluss steht fest, dass die mit der CGZP abgeschlossenen Tarifverträge unwirksam sind, also alle unter sie fallenden Beschäftigten Ansprüche auf gleiche Bezahlung und gleiche Arbeitsbedingungen wie die Stammbeschäftigten des jeweiligen Einsatzbetriebes haben können.

4.       Der Beschluss des Bundesarbeitsgerichtes hat weiter zur Folge, dass die zu niedrig entrichteten Sozialversicherungsbeiträge bis einschließlich für 2006 nachgefordert werden können.Die Träger der Rentenversicherung, die für die Prüfung zuständig sind, haben bereits angekündigt, dass sie die betroffenen Leiharbeitgeber anschreiben und damit die Verjährung hemmen werden. Neben den Leiharbeitsfirmen haften auch die Einsatzunternehmen für die Sozialversicherungsansprüche.

5.       Die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichtes sollte ein deutliches Signal für die Arbeitgeberseite sein, nicht länger Pseudogewerkschaften zum Lohndumping einzusetzen - weder in der Leiharbeit noch in anderen Bereichen

 

Deutscher Gewerkschaftsbund Gst. Paderborn / Demokratische Initiative Paderborn / Linkes Forum Paderborn / PadAlz

 

Unser Freund und Mitstreiter Hans-Dieter Luerweg ist tot.

 

Wie so vieles andere: Das Soziale Bündnis Paderborn wäre ohne dich nur halb so gut gelungen. Was machen wir nun ohne dich? Wir haben unsere „Stimme“ verloren….

 

Du hast gekämpft,

du hast gestritten.

Warst immer für die Menschen da.

 

Du hast gekämpft,

du hast gelitten.

Wo du auch bist: du bist uns nah
 

Hans-Dieter Luerweg 

Hans-Dieter Luerweg, engagierter Sozialpolitiker und aktiver Mitbegründer des Sozialen Bündnisses in Paderborn, hat uns im Alter von 68 Jahren nach langer Krankheit für immer verlassen. Hans-Dieter hat stets für Benachteiligte Partei ergriffen und dort, wo er es für nötig befand seine Stimme laut und vernehmlich und hin und wieder auch satirisch erhoben..

Hans-Dieter war beruflich in der katholischen Bildungsarbeit tätig und hat sich daneben stark in der Sozialpolitik engagiert. I n Paderborn war er Gründungsmitglied der demokratischen Initiative und wirkte weiterhin ehrenamtlich im Linken Forum Paderborn mit.

Hans-Dieter liebte Zigaretten und hasste Krawatten und er war bekannt für seinen mitunter sehr spitzzüngigem Humor.

Sein besonderes Interesse galt u. a. der Zusammenarbeit von Kirchen und Gewerkschaften in der Sozialpolitik. Als Vorsitzender des Paderborner Arbeitslosenzentrums (Padalz) sorgte er für den Ausbau dieser Einrichtung am Westerntor, als deren zentrale Aufgabe er die politische Parteinahme für sozial und materiell Benachteiligte ansah.
Hans-Dieter Luerweg war ein streitbarer Verfechter sozialer Gerechtigkeit. Auch in der Zeit seiner Krankheit meldete er sich öffentlich zu Wort, wann immer ihm Menschenwürde durch die Politik beeinträchtigt schien. "Nicht auf die da oben warten – das Volk ist der Souverän", so lautete seine politische Leitidee.

Mit Hans-Dieter verliert das soziale Bündnis einen streitbaren Weggefährten und einen guten Freund.

 
Der Gottesdienst zur Beerdigung von Hans-Dieter Luerweg findet am

Samstag, 18.12. um 08:30 Uhr in der Kirche St. Elisabeth in Lippstadt statt.

Astrid Bartols

DGB-Vorsitzende

Region Ostwestfalen-Lippe

Infostand in Lemgo

„Gemeinsam für ein gutes Leben
Gerecht geht anders – Für einen Kurswechsel in Berlin“

Unter diesem Motto wurde am Samstag, den 09.10.2010 ein gemeinsamer Infostand der IG Metall Detmold und der DGB Region OWL durchgeführt.

Die Passanten wurden aufgefordert ihre Meinung über das Sparpaket aufzuschreiben. Diese Antworten werden dann in einer gemeinsamen NRW weiten Demonstration am 13.11. in Dortmund gesammelt und in Berlin der Regierung übergeben werden um deutlich zu machen, das die Annahme des Sparpakets von breiten Teilen der Bevölkerung verweigert wird. Viele Bürgerinnen und Bürger machten am Stand ihren Unmut Luft, insbesondere ging es um die ungerechte Verteilung der Lasten auf die Sozial Schwachen während die Verursacher der Finanzkrise ungeschoren bleiben sollen, auch der faule Atomkompromiss und weitere Aspekte des Paketes wurde heftig kritisiert.

An den folgenden Samstagen soll diese Aktion auch in bad Salzuflen und in Detmold stattfinden. Ihren Höhepunkt wird das ganze dann in der Großkundgebung am 13.11. in Dortmund finden: zu dieser Demonstration ruft der DGB OWL und alle Gewerkschaften vor Ort zur Teilnahme auf. Informationen erhalten sie beim DGB OWL oder bei den Einzelgewerkschaften.

Orientierungsberatung

Orientierungsberatung als Unterstützungsangebot für Betriebsräte

Die TBS NRW hat im Auftrag des Arbeitsministeriums NRW und des Deutschen Gewerkschaftsbundes NRW die Orientierungsberatung als zusätzliches Beratungsangebot für Betriebsräte aus krisenbetroffenen Unternehmen entwickelt.
Die Orientierungsberatung soll Betriebsräten helfen, in wirtschaftlichen Schieflagen schnell zu reagieren. Sie setzt dann an, wenn für den Betriebsrat die Bewertung der Situation und seine Handlungsmöglichkeiten noch ungeklärt sind.
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Initiative für Frauen
Die frauenpolitische Initiative „Frauen bestimmt“ ist eine Aktionsplattform für Akteurinnen in der Frauen- und Gleichstellungspolitik. Zusammen mit den Mitgliedsgewerkschaften und weiteren Frauenverbänden setzt sich der DGB damit konkret für Frauen am Arbeitsplatz ein.
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Interessenvertreterkonferenz
Leiharbeit/Sparpaket/Mindestlohn“ – Gemeinsame Interessenvertreterkonferenz IG Metall Herford und ver.di Bezirk Herford-Minden-Lippe am 14. Oktober 2010 in Herford

Astrid Bartols, die Vorsitzende der DGB-Region Ostwestfalen-Lippe hielt bei der Interessenvertreterkonferenz der IG Metall und ver.di in Herford das Impulsreferat zu den Themenblöcken „Hartz IV“, „Leiharbeit“ und „Mindestlohn“, wobei sie sehr deutlich die Auswirkungen des geplanten Sparpakets der Bundesregierung benannte.

Als Skandal bezeichnete sie die Tatsache, dass der größte Posten im Einsparvolumen mit 30 Milliarden € (37 %)zu Lasten des Arbeitsmarktes und des sozialen Bereiches ginge, und hier hauptsächlich im SGB II-Bereich, sprich Hartz IV.

Zum Vergleich bei den Belastungen nannte sie den Bankensektor, welche als Verursacher der Finanzkrise lediglich mit 7,3 % des Gesamteinsparvolumens zur Beteiligung heran gezogen werde und somit die geringste Belastung zu tragen hätte.

Weiterhin beleuchtete Astrid Bartols den Herforder Arbeitsmarkt und stellte fest, dass von fast 20.000 arbeitsuchend gemeldeten Menschen rund zwei Drittel im SGB II-Bereich zu finden sind (Hartz IV). In den rund 9.000 so genannten „Bedarfsgemeinschaften“ seien fast 19.000 Menschen erfasst, darunter 5.279 Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren.

Bartols kritisierte scharf die inzwischen gängige Praxis die steigende Nachfrage an Leiharbeit als Indikator für eine anziehende Konjunktur zu bezeichnen.

Denn „Abgesehen davon, dass in der Leiharbeit häufig zu niedrige Löhne gezahlt werden und auf Grund der Befristungen gesicherte Lebensplanungen kaum möglich sind, ist der steigende Bedarf an Leiharbeit aus meiner Sicht ein Zeichen dafür, dass eine Vielzahl von Menschen nach wie vor kaum eine Chance hat in Existenzsichernde Arbeit zu gelangen.“

Astrid Bartols forderte dabei, dass sich die Arbeitsagenturen selbst verpflichten würden, künftig nur in tariflich gesicherte Leiharbeit zu vermitteln und Leiharbeit auch quantitativ zu begrenzen.

Der prekären Beschäftigungssituation, welche auch vor den Kreisgrenzen Herfords nicht Halt gemacht habe, könne man schlussendlich u. a. mit einem gesetzlichen Mindestlohn begegnen. Andere europäische Länder hätten dieses Modell bereits vorgelebt. Keines von ihnen sei, wie in Deutschland von Politik und Wirtschaft befürchtet, bankrott gegangen oder habe einen drastischen Anstieg der Arbeitslosigkeit infolge des gesetzlichen Mindestlohns zu verzeichnen gehabt.

2. Paderborner Sozialkonferenz Ein Armuts- und Reichtumsbericht ist notwendig

 

Breites Themenspektrum: Bei der Podiumsdiskussion griffen Moderatorin Brigitte Büscher (v. r.), Prälat Dr. Peter Klasvogt, Arbeits- und Sozialminister Guntram Schneider, Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek, Beigeordneter Wolfgang Walter und Familienexperte Dr. Remi Stork auch die Ergebnisse der Workshops zur Kinderarmut in Paderborn auf.

Foto: EKP/Oliver Claes

An seiner Forderung nach einem Armuts- und Reichtumsbericht für Paderborn hält der Arbeitskreis Kirchen und DGB fest.

Darin waren sich die Organisatoren der 2. Paderborner Sozialkonferenz, Superintendentin Anke Schröder, Dechant Benedikt Fischer und DGB Regional-Vorsitzende Astrid Bartols, nach der Veranstaltung einig. Zu der Konferenz über Armut bei Kindern und Jugendlichen unter dem Titel Generation mit Zukunft!? waren am Samstag, 5. November, mehr als 80 Teilnehmer in die Theologische Fakultt Paderborn gekommen.

 

An der Podiumsdiskussion nahmen Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW (SPD), Heike Hilgendiek, Landessozialpfarrerin der Evangelischen Kirche von Westfalen, Prälat Dr.

Peter Klasvogt, Direktor der Kommende Dortmund, Sozialinstitut des Erzbistums Paderborn, Dr. Remi Stork, Referent für Familienpolitik der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Paderborns Sozialdezernent, Beigeordneter Wolfgang Walter teil.

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