Berichte
Berichte vom Frauentag 2010 in Detmold
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Teil2
 
Pressemeldungen
14.Dezmeber 2011

Klausurtagung der DGB-Region OWL
mit den Schwerpunktthemen
 „Fracking“ und „Konversion“

Besondere Schwerpunkte der Klausurtagung fanden sich in der Diskussion bei den Themen „Fracking – Gewinnung von Rohstoffen aus unkonventionellen Lagerstätten“, wie auch beim Thema „Konversion OWL“, zu der Maria Unger, Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh und Konversionsbeauftragte von OWL, eingeladen war.

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto:Nülle

von links nach rechts: Regionsvorsitzende Astrid Bartols, Maria Unger, Bürgermeisterin der Stadt Gütersloh

Winfried Lange Organisationssekretär

 

Fracking bedroht unser Leben!

Mit Besorgnis nimmt der Regionsvorstand die verheerenden Gefahren bei der Suche nach Erdgasvorkommen in NRW und die Sorgen der Mitglieder in Bezug auf die nicht abschätzbaren Risiken dieser Fördermethode auf. Nach inhaltlicher Auseinandersetzung mit dem komplexen Thema steht der Regionsvorstand diese Fördermethode ablehnend gegenüber. Er fordert ein Verbot aller Frackingvorhaben, solange dort wasser- und lebensgefährdende Chemikalien in die Erde eingebracht werden und die sogenannte Restrisiken nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden können. „Wasser ist Lebens- und Existenzgrundlage, Quell allen Lebens auf dieser Erde. Der Schutz des Grundwassers und Trinkwassers muss über allen wirtschaftlichen Interessen stehen und ein Verbot von Frackingvorhaben ist die notwendige Konsequenz“, betont Astrid Bartols, Regionsvorsitzende des DGB-OWL und begrüßt das vorläufige Verbot von Fracking durch die Landesregierung NRW.

 

Konversion kostet 1746 Arbeitsplätze

Als weiteres Thema stand „Konversion“ auf dem Programm, bei dem auch Geschäftsführung und zuständige Sekretäre beider ver.di Bezirke zugegen waren. Maria Unger berichtete über den Stand der Abzugplanung der britischen Streitkräfte in OWL. Im Mittelpunkt der Diskussion stand der Wegfall der 1746 Arbeitsplätze der zivilen Angestellten und der weitere Arbeitsplätze gefährdende Wegfall von ungefähr 445 Millionen Euro jährlicher Kaufkraft durch den Abzug der britischen Streitkräfte und ihrer Angehörigen. Den Finger in die Wunde legten die ver.di KollegInnen bei den bereits jetzt schon geschaffenen Tatsachen in Bezug auf den Umgang mit den zivilen Beschäftigten. Mit großer Sorge wird besonders auf die Ausgliederungsmaschinerie zur Kostenersparnis und den damit verbundenen Lohnkürzung bei den betroffenen zivilen Angestellten hingewiesen und Lösungsansätze diskutiert. Für alle Akteure war die Diskussion für die weitere Arbeit sehr konstruktiv, einen Informationsaustausch in diesem Maße hatte es bislang nicht gegeben. „Der Dialog ist notwendig und wird fortgesetzt“, darin sind sich sowohl Maria Unger, als auch Astrid Bartols einig. Nicht nur mit Sicht auf den Abzug der britischen Streitkräfte ist das Erarbeiten von gemeinsamen Strategien notwendig, auch die Reform der Bundeswehr hat nicht unerhebliche Auswirkungen auf die Arbeitsmarkt- und Lebenssituation in OWL.

 

Ausbildung ist Standortfaktor

Mit besonderer Sorge, auch in Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit unserer Region als Wirtschaftsstandort, betrachtet der Regionsvorstand die aktuelle Ausbildungsplatzsituation in OWL. Auch die sicherlich positiven Signale aus dem Ausbildungskonsens NRW lassen hier keine Entwarnung für OWL zu, stehen doch 16829 Ausbildungsplatzsuchenden nur 12801 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Kritik wird hier am Übergang „Schule – Beruf“ geübt, wenn nach Qualifizierung und Maßnahme keine realistische Perspektive auf einen Ausbildungsplatz besteht und Maßnahmenkarrieren zu Dauerwarteschleifen für junge Menschen zu werden drohen. Neben einer, in manchen Fällen sicherlich notwendigen, Qualifizierung zur Ausbildungsreife sind für OWL derzeit weitere außerbetriebliche / partnerschaftliche Ausbildungsplätze zur Ergänzung der Dualen- und Vollzeitschulischen Ausbildung dringend erforderlich.
3. Mai 2010 DGB: Mitentscheiden – wählen gehen!
„NRW braucht eine Landesregierung, welche die Lebensqualität ihrer Bürgerinnern und Bürger, die Sicherheit der Arbeitsplätze und gerechte Bildungschancen für alle Kinder zum Mittelpunkt ihrer Politik macht“, so Astrid Bartols, Vorsitzende der DGB Region Ostwestfalen-Lippe.  
     

 


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