Jubiläum Internationaler Frauentag 2011

100. Jahrestages zum Internationalen Frauentag 2011 in Detmold

Heute für morgen

Zeichen setzen

 

Mut machend und anspornend waren die Ausführungen von Ursula Engelen-Kefer, ehemalige DGB Vizevorsitzenden, die anlässlich des 100. Jahrestages zum Internationalen Frauentag 2011 vor über 100 BesucherInnen in Detmold sprach. Ursula Engelen-Kefer war nicht zufällig für diesen Tag von den Veranstalterinnen eingeladen worden. Sie gilt als streitbare Kämpferin für Geschlechtergerechtigkeit und gegen Sozialabbau. Als Frau und Mutter von zwei Kindern hat sie eine erfolgreiche Karriere nicht nur propagiert sondern auch praktiziert und Vereinbarkeit von Beruf und Familie gelebt.

 

In einer klaren Analyse zeigte sie die historische Entwicklung der Gleichstellungpolitik auf und ging auf die Frage zu „Wo stehen wir heute?“. Sie stimmte dabei mit den Veranstalterinnen überein, dass das letzte Jahrzehnt gekennzeichnet ist durch offensichtliche Stagnation, teilweise sogar von Rückschritten, auf dem Weg zur Gleichberechtigung von Frauen in Arbeit, Politik und Gesellschaft.

Sie konnte aus ihrer persönlichen Erfahrung auch den politischen Wendepunkt benennen und die Folgen, die insbesondere die Frauen zu spüren kamen. Doch ihr Vortrag sollte nicht die aktuellen Zustände beklagen, sondern Perspektiven entwickeln, wie Frau weiterkämpfen kann.

 

Damit kam sie zu Handlungsempfehlungen und Forderungen, wie der Weg zur Chancengleichheit von Frauen beschritten werden muss. Kernforderungen sind dabei die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes, Sozialversicherungspflicht für jede Arbeit, Abschaffung der Minijobs, ein Gleichstellungsgesetz für die private Wirtschaft, eine Frauenquote für Aufsichtsräte und Führungspositionen und zu aller erst eine Neuverteilung von Arbeit und Familienpflichten. Dabei bedarf es einer grundsätzlichen Arbeitszeitverkürzung.

 

Dabei sollen keine Luftschlösser gebaut werden, sondern immer soviel mehr angestrebt werden, wie auch realistisch zu erreichen ist. „Jedes Große besteht aus vielen kleinen Teile, die es zu bewegen gilt und darin sind Frauen ganz besonders gut“ versicherte Ursula Engelen-Kefer aus eigener Erfahrung.






Heute für morgen Zeichen setzen

DGB-ArbeitnehmerInnen-Empfang
im Bünder Universum

 

Bünde, Kreis Herford. Am 100. Internationalen Frauentag war der Balkon des Universum gut besetzt mit 50 Frauen und 4 Männern.  Irmgard Pehle, DGB-Kreisvorsitzende in Herford begrüßte die Anwesenden und bestärkte sie nicht nachzulassen im vielgestaltigen Kampf um die Rechte der Frauen. Stephie Karger, die Bezirksvorsitzende von ver.di Minden-Herford-Lippe, erinnerte an die Erfolge der Frauenbewegung in Deutschland, die von unseren Müttern und Großmütter erkämpft wurden: Frauenwahlrecht seit 1918, 1955 hatte das Bundesarbeitsgericht entschieden , dass die Minderbezahlung von Frauen dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes widerspreche und seit 1977 müssen Ehepaare sich über die Arbeitsteilung und Kindererziehung einigen. Doch auch heute noch bekommen Frauen für gleiche und gleichwertige Arbeit bis zu einem Drittel weniger Lohn."

Als IG Metall-Vertreterin verwies Irmgard Pehle auf die Quote, die auch in den Gewerkschaften gelte, sich in der IGM jedoch am Mitgliederanteil orientiere, und der betrage bundesweit nicht einmal 20%.  Doch auch in Gewerkschaften mit über 50% wie ver.di oder gar 70% wie bei der GEW sei es nicht einfach Frauen gleichermaßen zu beteiligen. Das liege zum Teil an der Arbeitsweise der Gremien, der Doppel- und Dreifachbelastung, aber auch an den Anforderungen, die an viele Frauen gerade in den überwiegend von Frauen ausgeübten Berufen gestellt würden. Deshalb sei es umso wichtiger, dass Frauen sich gewerkschaftlich organisieren und für ihre Rechte eintreten.

Die lockere Form des Netzwerkens wurde von vielen Frauen zu Gesprächen über Gewerkschaftsgrenzen hinweg genutzt, aber auch die linke Bundestagsabgeordnete Inge Höger und sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Angela Lück waren gesuchte Gesprächspartnerinnen. "Ich freue mich, dass wir jetzt auf Bundes- und Landesebene Frauen haben, die unsere Fraueninteressen im Parlament vertreten" hatte Pehle im Vorfeld gesagt.

Beim Abschiedslied "Brot und Rosen" wurde Anke Reichwald durch die Anwesenden unterstützt.

Anschließend ging das Programm im ausverkauften Universum mit "Trude träumt von Afrika" weiter. Hier nahmen Frauen Frauen auf musikalisch und komödiantisch hohem Niveau "auf die Schippe"  und mancher Frau kamen zwischendurch Zweifel, ob die Frauen dort vorn nicht doch Männer seien.

Aufruf zum100jährige Jubiläum des Internationalen Frauentags
von Ingrid Sehrbrock
Stellvertretende DGB-Vorsitzende
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Empfang des DGB-Bezirksfrauenausschusses NRW  am 19.03.2011


Flyer 2011 Mülheim
Datei:COA Detmold.svgver.di-Ortsfrauengruppe Lippe und DGB-Kreisfrauenausschuss Lippe
Plakat_2011_Detmold
Datei:Wappen Bielefeld.svgDGB-Frauen Bielefeld/Gütersloh
Aufruf der Bielefelder Frauenorganisationen zum 8. März 2011
Plakat_2011_Bielefeld
Datei:Kreiswappen des Kreises Minden-Lübbecke.svgDGB-Frauen Minden
Plakat_2011_Minden
Wappen von Herford.svgDGB-Frauen Herford
Plakat_2011_Herford
 
Bundeswebseite www.dgb-frauen.de

 


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